Analytische Psychotherapie ist eines der drei wissenschaftlich belegten und von den Krankenkassen bezahlten Psychotherapieverfahren. Trotzdem wird darüber an Universitäten erstaunlich wenig gelehrt, vor allem die praktisch-klinische Seite dieses Verfahrens kommt häufig zu kurz. Ein Vortragsabend an der Johannes-Gutenberg Universität Mainz sollte diese Lücke füllen helfen. Dazu hatte unter dem Titel "Berufsbild Psychoanalytiker - Erfahrungen aus Praxis und Ausbildung" die Fachschaft Psychologie der Johannes-Gutenberg Universität Mainz in ihrer Reihe "Psychologie hautnah" am 23. Januar 2019 eingeladen. Die etwa 50 TeilnehmerInnen lernten dabei die Psychoanalyse als ein lebendiges, praxisnahes Verfahren kennen. Zunächst stand im Vordergrund, wie sich der Alltag in einer ambulanten Psychoanalytischen Praxis gestaltet. Im zweiten Teil wurde berichtet, wie die Ausbildung in Analytischer Psychotherapie nach den Vorgaben des Psychotherapeutengesetzes bzw. der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung aussieht. Referentinnen waren Dipl.-Psych. Christine Tegel-Koechel und Prof. Dr. Susanne Singer vom Mainzer Psychoanalytischen Institut (mpi).


