Im November 2008 veranstalteten wir das Filmsymposium "Kino im Kopf - Reflexionen zur Filmpsychoanalyse". Das bildete den Auftakt zu unserer regelmäßigen Veranstaltungsreihe "Psychoanalytiker stellen Filme vor", die wir in Kooperation mit dem Cinemayence seit Januar 2009 durchführen. Wir zeigen pro Jahr 3 - 4 Filme, die von einem Psychoanalytiker kommentiert und mit dem Publikum diskutiert werden. Filme zeigen das menschliche Leben als Thriller, Drama, Komödie, Liebesfilm, etc. und sind Spiegel der menschlichen Seele. Die Erforschung menschlichen Leidens im Film, seiner Umwandlung und die Wirkung auf den Zuschauer, der selbstreflexive Bezug, sind zentrale Aspekte der Filmpsychoanalyse. Dabei kann der Film - bzw. seine Protagonisten - nicht wie ein Patient analysiert werden, denn er ist ein feststehendes, fein konstruiertes Kunstwerk, das weder mit dem Analytiker interagiert, noch durch Einfühlung, Verstehen und Deutungen verändert werden kann. Ein guter Film aber verändert den Zuschauer, indem er ihn innerlich bewegt, Einfühlung in die Filmpersonen auslöst und so neue Gedanken und Gefühle hervorruft. In seiner Filmbesprechung versucht der Analytiker seine subjektive Filmerfahrung in einer analytischen Haltung zu reflektieren und mit dem Erleben der Zuschauer zu verbinden. Das Filmerleben ist vielschichtig und wird von der Dramaturgie und den filmästhetischen Mitteln kunstvoll gesteuert (durch Kameraführung, Musik, Licht, Schnitt etc.etc). So gehört zur Filmpsychoanalyse, nicht nur das WAS (will der Film/Regisseur uns sagen), sondern auch das WIE zu beleuchten, auch wenn wir mit unseren Mitteln und Methoden einem filmwissenschaftlichen Anspruch im engeren Sinne nicht genügen können.

Mit der Veranstaltungsreihe wenden wir uns an die interessierte Öffentlichkeit, die das Angebot gut angenommen hat. Die Veranstaltungen sind fast immer ausverkauft, weswegen wir eine Reservierung der Karten im Cinemayence empfehlen. 

30. November 2018: "Happy End"

Regie: Michael Haneke (2017)

Referent: PD Dr. Udo Porsch, Mainz


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  • Das Schweigen der Lämmer, Regie Jonthan Demme, 1990, Referent: Dr. Alf Gerlach, Saarbrücken
  • Lost in translation, Regie: Sofia Coppola, 2003, Referentin: Prof. Dr. Christa Rohde-Dachser, Frankfurt
  • Catch me, if you can - mein Leben auf der Flucht, Regie: Steven Spielberg, 2002,, Referntin: Prof. Dr. Ilka Quindeau, Frankfurt
  • BinJip, Regie: Kim Ki-Duk, 2004, Referent: PD Dr. Udo Porsch, Mainz
  • Winterreise, Regie: Hans Steinbichler, 2006, Referentin: Dr. Lisa Wertmann-Resch, Gießen
  • Das Zimmer meines Sohnes, Regie: Nanni Moretti, 2001, Referent: Dr. Jörg M.Scharff, Kronberg
  • Der Vorleser, Regie: Stephen Daldry, 2008, Referentin: Dr. Ulrike Bastian, Mainz
  • Das weiße Band, Regie: Michael Haneke, 2009, Referentn: Prof. Dr. Ilka Quindeau, Frankfurt
  • Eyes wide shut, Regie: Stanley Kubrick, 1999, Referent: PD Dr. Peter Möhring, Gießen
  • Sprich mit ihr (hable con ella), Regie: Pedro Almodovar, 2002, Referentin: Dr. Mechthild Zeul, Frankfurt
  • Black Swan, Regie: Darren Aronovsky, 2010, Referent: Prof. Dr. Ralf Zwiebel, Kassel
  • Das Fest, Regie: Thomas Vinterberg, 1998, Referentin: Dipl.Psych Steffi Keßeler-Scheler, Mainz
  • Insomnia - schlaflos, Regie: Christopher Nolan, 2002, Referent: Dr. Reimut Reiche, Frankfurt
  • Vicky Christina Barcelona, Regie: Woody Allen, 2008, Referentin: Dr. Claudia Burkhardt-Mußmann, Frankfurt
  • Le Fils, Regie: Jean Pierre und Luc Dardenne, 2002, Referentin: Prof. Dr. Ilka Quindeau, Frankfurt
  • Was bleibt, Regie: Hans-Christian Schmid, 2012, Referentin: Dr. Christel Hack, Mainz
  • Le Havre, Regie: Aki Kaurismäki, 2011, Referentin: Dr. Monica Fritsche,Mannheim
  • Liebe, Regie: Michael Haneke, 2012, Referent: PD Dr. Udo Porsch, Mainz
  • Alien (Director's Cut), Regie: Ridley Scott, 2003, Referentin: Dipl.Psych. Steffi Keßeler-Scheler, Mainz
  • A Serious Man, Regie: Ethan und Joel Coen, 2009, Referent: Prof. Ralf Zwiebel, Kassel
  • Die große Reise, Regie: Ismael Ferroukhi, 2004, Referentin: Dipl.Psych. Mahrokh Charlier, Frankfurt
  • Being John Malkovich, Regie: Spike Jonze, 1999, Referentin: Dipl.Psych Stefanie Rath, Heidelberg
  • Gone Girl, Regie: David Fincher, 2014, Referent: Dipl.Psych Reinhard Ruthmann, Mainz
  • Ziemlich beste Freunde, Regie: Oliver Nakasche u. Eric Toledano, 2011, Referent: Dipl.Psych.Christoph Lohmeier-Zenz, Mainz
  • Inside Llewyn Davis, Regie: Ethan und Joel Coen, 2013, Referenten: Dr.Ulrike Bastian u.Dr.Dietrich Stern, Mainz
  • Ma folie, Regie: Andrina Mracnikar, 2015, Referent: PD Dr. Udo Porsch, Mainz
  • Saiten des Lebens, Regie: Yaron Zilbermann, 2012, Referentin: Steffi Keßeler-Scheler, Mainz
  • Shutter Island, Regie: Martin Scorcese,  2010, Referent: Prof.Dr. Ralf Zwiebel, Grebenstein
  • Das Zimmermädchen Lynn, Regie: Ing Haeb, 2014, Referentin: Dipl.Psych. Stefanie Rath, Heidelberg
  • Frantz, Regie: Francois Ozon, 2016, Referent: Dipl.Psych. Reinhard Ruthmann, Mainz