Seit 2015 besteht eine Arbeitsgruppe mit psychoanalytisch und psychotherapeutisch arbeitenden KollegInnen aus der Ukraine.
Neben regelmäßig stattfindenden Skype-Konferenzen zum Zweck der Intervision, trifft sich die Gruppe einmal im Jahr zu einem mehrtägigen Arbeitstreffen wechselsweise in Mainz oder in Kharkiv.
Die Arbeitssitzungen werden von einem Dolmetscher begleitet oder finden in englischer Sprache statt.
Neben der Diskussion theoretischer Konzepte und klinischen Fallvorstellungen ermöglichen diese intensiven fachlichen und persönlichen Begegnungen eine Reflexion darüber, wie der jeweilige gesellschaftliche, politische und kulturgeschichtliche Hintergrund die Rezeption von Psychoanalyse als Wissenschaft und als Methode prägt und in ihrer Anwendung beeinflusst. Dabei ist die kontinuierliche Annäherung an das „Andere“ ebenso wie das Erleben und Erkennen der Unterschiedlichkeit im Gemeinsamen ein dichter (Gruppen-) Prozess, in dem Reflexion der eigenen Position und Perspektivenwechsel immer wieder angestoßen werden.
Das Partnerschaftsprojekt zwischen Mainz und Kharkiv ist eingebettet in die Aktivitäten der Osteuropakommission der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV), und dient neben dem bereichernden kollegialen Austausch auch dazu, die Psychoanalyse in den osteuropäischen Ländern zu fördern und den Aufbau von IPA-Instituten zu unterstützen.

Ansprechpartnerin: Dr. Christa Hack

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