Die Arbeit als Psychoanalytikerin und Psychoanalytiker ist durch eine überwiegend "sitzende" Tätigkeit bestimmt, sei es im Gegenübersitzen oder aber wenn wir uns hinter der Couch befinden. Im Rahmen der gleichschwebenden Aufmerksamkeit hören wir dem Gesagten aber auch Ungesagten zu, containen, spüren den Assoziationen nach, die manchmal auch eine unmittelbare Resonanz in unseren eigenen Körperempfindungen haben können. Das zwischenmenschliche Bewegtsein in der analytischen Situation ist damit weitgehend ein emotionales und eben keines, das sich "motorisch-körperlich" bahnt.

Gleichermaßen wie ein zu schnelles "Festgelegtsein" auf eine vermeintlich sichere Erkenntnis oder Deutung in der Übertragungs- und Gegenübertragungssituation ein Sich-Bewegenlassen einschränkt oder gar verhindert, ist für die Aufrechterhaltung unserer Fähigkeit, dem "Unbewussten des Patienten sein eigenes Unbewusstes als empfangendes Organ" (Sigmund Freud) zur Verfügung zu stellen, eine gute eigene körperliche Befindlichkeit unabdingbar. 

Und dies heißt ganz konkretistisch: auch PsychoanalytikerInnen sollten sich bewegen!

Daher verabreden sich eine Reihe von Mitgliedern unregelmäßig ca. 3-5x im Jahr zu gemeinsamen Wanderungen in der Umgebung, am Rheinsteig, im Wispertal, am Donnersberg, in der Eifel usw. In dem zwanglosen gemeinsamen Wandern finden wir Zeit, intensiver ins Gespräch miteinander zu kommen, auch über fachliche Fragen, aber eben nicht nur. Am Ende solcher Wanderungen - meist sind es auch Rundwanderwege - kehrt die Gruppe nach ca. 4 Stunden zu einem Abschlusstrunk und/oder Essen ein und die Anwesenden verabreden die nächste Wanderung.  

Impressionen